Aufgaben
Poliere führen die Kolonnen auf der Baustelle. Sie setzen die Planung des Bauleiters in Arbeit um, teilen Personal, Geräte und Material ein und sorgen dafür, dass fachgerecht, sicher und termingerecht gebaut wird.
Der Polier ist die erste Führungskraft vor Ort: Er liest Pläne, steckt Achsen ab, kontrolliert Schalung, Bewehrung und Beton, nimmt Lieferungen an und weist Nachunternehmer ein. Werkpoliere verantworten einzelne Abschnitte, Oberpoliere ganze Großbaustellen.
Poliere arbeiten im Hochbau, Tiefbau, Straßenbau, Gleisbau oder Spezialtiefbau. Montagearbeit mit wechselnden Baustellen gehört dazu, ebenso Frühstart und Wetter.
Wie der Alltag konkret aussieht, hängt stark vom Arbeitgeber ab: Meistertreff listet Stellen als Polier von Betrieben in ganz Deutschland, vom kleinen Unternehmen bis zum großen Träger. Die Anzeigen nennen Einsatzort, Arbeitszeitmodell und Schwerpunkte, sodass sich schnell erkennen lässt, welche Stelle zum eigenen Profil passt.
- Führung und Einsatzplanung der gewerblichen Mitarbeiter
- Umsetzung der Ausführungsplanung vor Ort
- Material-, Geräte- und Baustellenlogistik
- Qualitätskontrolle und Arbeitssicherheit
- Bautagesbericht, Aufmaß und Leistungsmeldung
- Einweisung von Nachunternehmern und Auszubildenden
Ausbildung und Voraussetzungen
Voraussetzung ist eine Ausbildung im Bauhauptgewerbe, etwa als Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Straßenbauer oder Zimmerer, plus mehrere Jahre Berufserfahrung. Die Fortbildung zum geprüften Polier (IHK/HWK) oder zum Werkpolier vermittelt Bauführung, Baurecht, Arbeitssicherheit und Personalführung.
Gefragt sind Plansicherheit, Organisationstalent und ein ruhiger Umgang mit Zeitdruck. Ein Führerschein ist Pflicht, Kran- oder Maschinenscheine sind von Vorteil.
Gehalt und Tarif
Poliere werden nach Bautarif in den oberen Lohngruppen oder außertariflich bezahlt. Nach Angaben der Redaktion liegt die Spanne bei etwa 4.300 bis 6.700 Euro brutto im Monat; Oberpoliere auf Großbaustellen verdienen mehr. Auslösung, Fahrtkostenerstattung und 13. Monatseinkommen über SOKA-BAU kommen hinzu.
In Regionen mit vielen Großprojekten und bei Spezialgewerken wie Gleis- oder Spezialtiefbau liegen die Gehälter deutlich über dem Durchschnitt.
Karriere und Perspektiven
Vom Polier führt der Weg zum Oberpolier, Bauleiter oder in die Arbeitsvorbereitung. Mit Meisterbrief oder Technikerabschluss stehen auch Bauleitung und Kalkulation offen.
Poliere gehören zu den gesuchtesten Fachkräften am Bau: Viele Betriebe finden kaum Nachwuchs für die Baustellenführung und zahlen entsprechend.
Häufige Fragen
Was verdient man als Polier?
Das Gehalt als Polier liegt nach Angaben der Redaktion bei 4.300 – 6.700 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter liegen am unteren Rand, erfahrene Fachkräfte und Leitungen am oberen; Tarifbindung, Region und Betriebsgröße machen den Unterschied.
Wie werde ich Polier?
Nach einer Bauausbildung und einigen Jahren Praxis folgt die Fortbildung zum Werkpolier und anschließend zum geprüften Polier. Viele Betriebe fördern die Fortbildung und übernehmen die Kosten, weil Poliere knapp sind.
Wo finde ich aktuelle Stellen als Polier?
Auf Meistertreff stehen täglich aktualisierte Stellen als Polier aus ganz Deutschland. Die Suche lässt sich nach Ort und Umkreis eingrenzen, der Jobalarm meldet neue Anzeigen per E-Mail.
Stand 8. Oktober 2026. Quellen: Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET (abgerufen 8. Oktober 2026); Bundesagentur für Arbeit: Entgeltatlas (abgerufen 8. Oktober 2026); SOKA-BAU: Tarifverträge im Baugewerbe (abgerufen 8. Oktober 2026)



